Die Vorteile studentischer Unternehmensberatungen für die Karriere

Für viele Studierende lohnt sich ein Nebenjob nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern er bietet teilweise auch den Vorteil, im jeweiligen Fach erste Erfahrungen zu sammeln. Während es früher oftmals nur die Auswahl zwischen einem Kellnerjob und dem Callcenter gab, bietet der Markt heute zahlreiche Möglichkeiten für Studierende, ihr frisch erlerntes Wissen zeitnah in die Praxis umzusetzen. Die Vorteile studentischer Unternehmensberatungen zeigen sich dabei nicht nur, wenn man eine Karriere als Berater anstrebt.

 

Früh übt sich…

…wer ein Meister werden will. Studentische Unternehmensberatungen bieten Studierenden, nicht nur der Betriebswirtschaftslehre, die Plattform, um ihr Knowhow und ihre Ideen schnellstmöglich und praxisorientiert umzusetzen. Dabei sind sie in nahezu jeder Hochschule vertreten, die etwas auf sich hält. Was man als Vollzeit-Consultant oftmals erst nach vielen Jahren entscheiden und beeinflussen kann, das dürfen studentische BeraterInnen bereits während ihrer ersten Aufträge. Ganz alleine stehen sie dabei selbstverständlich nicht da. Die meisten studentischen Unternehmensberatungen werden von Alumni oder ProfessorInnen betreut. Nicht selten kommt es vor, dass DozentInnen neue Ansätze mit Hilfe ihrer Studierenden umsetzen, die in dieser Form nicht in jeder größeren Unternehmensberatung möglich wären.

Studentische Unternehmensberatungen können Studierende im Kleinen an große Themen heranführen.

Spielwiese für Studierende

Die Vorteile studentischer Unternehmensberatungen für die Studierenden als Mitarbeiter sind tatsächlich ansehnlich. Sie können nicht nur ihr Wissen praktisch unter Beweis stellen, sondern tragen dabei auch die volle Verantwortung für ein ganzes Projekt. So lernen sie nicht nur den kompletten Prozess von A bis Z kennen, sondern schnuppern auch auf eine ganz besondere Art und Weise in das Unternehmensleben hinein. Hinzu kommt, dass Studierende sich ausprobieren können, ihre Stärken entdecken und gleichzeitig für sich herausfinden können, ob das Beraterleben für sie überhaupt in Frage kommt. Bei vielen Unternehmen sind Absolventen, die bereits Erfahrungen in studentischen Unternehmensberatungen gesammelt haben, gern gesehen. Bei weitem der größte Vorteil des Engagements in einer studentischen Beratung ist jedoch das Networking. Studierende lernen zahlreiche Unternehmen kennen und knüpfen Kontakte, die im weiteren Karriereplan eine beträchtliche Rolle spielen können.

 

Kreative Ideen für Unternehmen – Vorteile studentischer Unternehmensberatungen bieten sich auch für den Kunden

Studentische Unternehmensberatungen sollten von Unternehmen nicht unterschätzt werden. Neben dem weitaus günstigeren Angebot, können sie von kreativen Ideen aus dem akademischen Milieu profitieren. Studentische BeraterInnen gehen sehr oft mit einem großen Elan an die Projekte heran, der manche fehlende Erfahrung durchaus wettmachen kann. Zudem werden sie von Alumni oder ProfessorInnen betreut und sind untereinander ziemlich gut vernetzt, sodass fehlendes Knowhow bei Bedarf auch anderweitig eingeholt werden kann. Die Unternehmen bekommen also maßgeschneiderte Lösungen zu einem moderaten Preis und können gleichzeitig ein Auge auf den Pool an Nachwuchskräften werfen. Etablierte studentische Unternehmensberatungen konkurrieren inzwischen sogar mit großen Beratungsfirmen auf Augenhöhe. Die Studierenden sind dabei keine Erstsemester, sondern ernstzunehmende Consultants mit mehreren Jahren Erfahrung auf allen Ebenen. Nicht umsonst gilt die studentische Unternehmensberatung als das Karrieresprungbrett schlechthin.

 

Zwei große Bundesverbände für die studentischen Berater

Interessenverbände sind auch für studentische Initiativen eine große Hilfe, um ihre Bekanntheit zu erhöhen und ihr Netzwerk zu stärken. Der Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen e.V. (BDSU) ist einer der größten Dachverbände. Die 32 Mitglieder des BDSU haben sich den an ISO 9001 angelehnten Qualitätsstandards verpflichtet, die auf regelmäßig stattfindenden Kongressen und Weiterbildungen aufgefrischt werden. Das ist jedoch nicht der einzige Vorteil dieses Dachverbandes. Die 2200 organisierten Studierenden haben hier die Möglichkeit, Projekte von namhaften Unternehmen vermittelt zu bekommen, bundesweit, aber auch europaweit. Der BDSU pflegt Kontakte nicht nur über seine Förderer, sondern darüber hinaus auch in die Unternehmenswelt zahlreicher Branchen. Neben dieser immensen Networking-Tätigkeit, setzt sich der Dachverband auch generell für die Anerkennung studentischen Engagements ein.

Neben dem BDSU ist das JCNetwork (Junior Consultant Network) der zweite große Bundesverband, unter dem studentische Unternehmensberatungen organisiert sind. Das JCNetwork verbindet 34 studentische Unternehmensberatungen mit ebenfalls ca. 2.200 Mitgliedern.

 

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